Kunstlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

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Liselotte Netz-Paulik, ohne Titel, 1983, Stahl, blau und rot gefasst, 3,20 x 1,10 x 1,70 m. Foto: L. Netzt-Paulik, Saarbrücken

Liselotte Netz-Paulik, ohne Titel, 1983, Stahl, blau und rot gefasst, 3,20 x 1,10 x 1,70 m 

Dillingen, Netz-Paulik, Plastik

Liselotte Netz-Paulik
ohne Titel, 1983
Stahl, blau und rot gefasst, 3,20 x 1,10 x 1,70 m
Dillingen, Technisch-Wissenschaftliches Gymnasium, Außenanlage, Wallerfanger Straße 25

 

Den Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Neubaus des TWG Dillingen (Architekten Krüger und Rieger, Saarbrücken) konnte Liselotte Netz-Paulik für sich entscheiden. Für den nach ihrem Entwurf gestalteten Außenbereich des Schulgeländes - das leicht ansteigende Gelände wurde gepflastert, Kreise und Stufen lockern die Anlage auf - entstand in Zusammenarbeit mit der Dillinger Hütte eine in Rot und Blau gefasste Großplastik aus Stahl, die erste Stahlplastik der Künstlerin. Eine große, blaue Stahlfläche wird aufgerichtet, aufgeschnitten und aufgebogen. Durch Faltungen erhält sie fünf Stufen, die auf fünf entsprechend gestaffelten, roten Winkelblechen aufliegen. Die dergestalt geschnittenen, gebogenen und miteinander verschränkten Bleche stellen eine Lösung der Auseinandersetzung mit dem Thema "von der Fläche in den Raum" dar. Die Stufen können - analog zu dem gleichnamigen Gedicht von Hermann Hesse - als Entwicklungsstufen des Menschen interpretiert werden.

 

Bibliografie

    • Kunstverein Dillingen im Alten Schloss, Dillingen/Saar (Hg.): Kunstführer Dillingen/Saar. Dillingen 1999, S. 29
    • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland. Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2009
    • Michaela Mazurkiewicz-Wonn: Stahlkunst-Stadt Dillingen/Saar. Saarbrücken 2011, S. 36-37 (Reihe Kunstort, hg. von Jo Enzweiler)

     

    Oranna Dimmig

    letzte Änderung: Montag, 18.07.2011